Die Chronik der KG Onjekauchde Eschweiler-Röhe 1927 e.V.

Der Festschrift zum 40 jährigen Vereinsjubiläum in der Session 1966/1967 ist zu entnehmen, dass in Röhe schon immer gerne Karneval gefeiert wurde. Es fehlte nicht an Lokalen, in denen das Dorfgeschehen humoristisch-kritisch in Wort und Gesang unter die Lupe genommen wurde.
Bereits die Festschrift zum 25 jährigen Bestehen beschreibt, wie die
„Onjekauchde“ entstanden sind: Einige Mitglieder des TFB-Röhe legten den Grundstein für das erste organisierte Röher Karnevalstreiben, als sie urplötzlich in schmucken Uniformen auftraten.

1927 trafen sich dann einige Erzjecke in der Röher Gaststätte Zimmermanns Jupp in der damaligen Hauptstraße, um eine Karnevalsgesellschaft zu gründen. Man gab ihr den Namen KG “Ulk”. Diese „Jecken“ waren Martin Käfer, Heinrich Graf, Matthias Küsters, Matthias Morschel, Jean Schorn, Toni Zimmermann und Heinrich Jacobs.

Nachdem zunächst nach kurzer Dauer das Vereinsleben wieder eingeschlafen war, gründeten einige Röher wieder mit Unterstützung des TFB-Röhe eine Karnevalsgesellschaft. Diese bekam den Namen Erste Große „Onjekauchde“ Husaren-Schwadron rot - grün - weiß. Zum ersten Präsidenten wählte man Heinrich Jungblut (Prummetaat). Ihm zur Seite standen Willi Johnen als Vorsitzender, Peter Dahmen (de Pann) als Kommandant, Paul Kruse (Hauklötsch) als Feldwebel und Heinrich Jakobs (de Kubikmeter) als Kassierer.

Unter der Leitung von Hanni Nickel wurde kurz darauf das Mariechenkoprs mit Sophie Weiss, Maria Klinkenberg, Käthe Klinkenberg, Maria Kommer, Cilli Kommer, Nelli Zander, Minchen Classen, Sybille Odinius, Ida Plum und Maria Dohmen gegründet.

Im Jahre 1928 traten die Röher Karnevalisten erstmals auswärts, bei einer Sitzung der KG Ulk Oberröthgen, auf. Die ersten Uniformen hatte Schneidermeister Mainz in Teilen hergestellt, größtenteils jedoch Lehnchen Schorn. Die erste Kopfbedeckung waren runde Tellermützen in roter Farbe mit grün-weißer Verschnürung, 1934 trug man dann Schiffchen in den Farben rot-grün-weiß, gefertigt von Agnes Pohlen.

Bedingt durch den 2. Weltkrieg kam es wie überall zum Erliegen der Aktivitäten

Session 1995/96

Auf der Generalversammlung am 26. März 1995 trat Vorsitzender Heinz Albertz, nach 12 Jahren als Vorsitzender, aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zur Wiederwahl an. Mit seinem Einsatz und seinem unbedingten Willen, das Vereinsschiff immer weiter nach vorne zu bringen, prägte er, in seiner ihm eigenen Art, das Vereinsgeschehen während seiner Amtszeit.

Zu seinem Nachfolger wählte die Versammlung Ludwig Broschk. Kassierer wurde wieder Karl Braunleder und Hans Franken wurde ebenfalls wieder zum Präsidenten gewählt. Ewald Ruland als neuer Kommandant und Peter Zinner als neuer Geschäftsführer vervollständigten den Vorstand

Nach 20 Jahren zwangen gesundheitliche Probleme Zeremonienmeister Helmut Hamm sein Amt zur Verfügung zu stellen. Sein Nachfolger wurde Wolfgang Rosa

Am 09. Juli 1995 wurde auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung die neue Vereinssatzung und somit die Voraussetzung für die Beantragung der Gemeinnützigkeit des Vereins verabschiedet.

Die Sessionseröffnung am 04. und 05. November 1995 in der Mehrzweckhalle der Grundschule Röhe stand ganz im Zeichen des 20-jährigen Jubiläums unseres Männerballetts. Eine neue Tanzgruppe mit dem Namen “Rühjeter Mädchere” wurde aus der Taufe gehoben. Die Gruppe formierte sich unter der Leitung unserer ehemaligen Tanzmarie Andrea Winkel und es bildeten sich zum ersten Mal vier Korporalschaften innerhalb des Uniformiertenkorps.

Die 1. stand unter der Leitung von Walter Büttgen, die 2. leitete Peter Weiß, die 3. Rudi Nickel, die Damen in der 4. Josefine Nickel.

Dank Karin und Kurt Eitge, Männ Wittgen und Heinz Albertz konnte ein Schilderhäuschen beschafft werden.

Die Feierlichkeiten zum 70-jährigen Bestehen begannen mit der Sessionseröffnung am 09. November 1996. Zu den eigenen Auftretenden gehörten zu dieser Zeit: Jugendtanzmariechen Claudia Rosa, eine Jugend-Showtanzgruppe, die Rühjeter Mädchere, Tanzmarie Janine Huy, das Männerballett und in der Bütt Sandra Ruland, Dieter Meyer und Oswald Söndgen

Marcel Huy, der 1993 das Amt des Kinderpräsidenten von Thomas Franken übernommen hatte, wurde von Präsident Hans Franken mit großem Dank verabschiedet. Sein Nachfolger wurde Sebastian Zinner.

Heinz Albertz wurde aufgrund seiner Verdienste zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

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